SBV spezial: Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell

Stufenweise Wiedereingliederung kompetent und erfolgreich begleiten

NEU

Nach § 74 SGB V soll die stufenweise Wiedereingliederung arbeitsunfähigen Beschäftigten helfen, sich schrittweise wieder an die bisherige Arbeitsbelastung zu gewöhnen. Welche Voraussetzungen dafür vorliegen müssen, wie Sie als SBV betroffene Arbeitnehmer bestmöglich unterstützen und wie es im Falle eines Scheiterns weitergeht, erfahren Sie in diesem Seminar.

Ihr Nutzen als Betriebsrat

  • Mit dem Begriff "Hamburger Modell" etwas verbinden
  • Langzeiterkrankten Arbeitnehmern wichtige Hilfestellung geben
  • Handlungsoptionen der SBV kennen

Seminarinhalt

Grundsätze der stufenweisen Wiedereingliederung kennen

  • Was versteht man konkret unter dem "Hamburger Modell"?
  • Ziele des Hamburger Modells und Verhältnis zum BEM klären
  • Wann hat der Langzeiterkrankte einen Anspruch auf stufenweise Wiedereingliederung?
  • Ist die Teilnahme am Hamburger Modell für Arbeitnehmer freiwillig?
  • Besondere Regelungen für (schwer-)behinderte Menschen kennen
  • Nachteile des Hamburger Modells: diese Punkte sollten Sie im Auge haben!

Inhaltliche Ausgestaltung

  • Aufbau und Inhalt eines Stufenplans: hierauf ist unbedingt zu achten!
  • Wie lange kann die Wiedereingliederung dauern?
  • Anforderung an Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld definieren
  • Stufenweise Wiedereingliederung auch für psychisch Erkrankte?
  • Funktion des Betriebsarztes näher beleuchten
  • Voraussetzung für Krankengeld, Übergangsgeld und Verletztengeld kennen
  • Ergänzende Leistungen: hierauf haben Betroffene Anspruch!

Arbeitsrechtliche Besonderheiten während der Wiedereingliederung

  • Wie verhält es sich während der Wiedereingliederung mit dem Arbeitslohn?
  • Über Einschränkungen des arbeitgeberseitigen Direktionsrechts Bescheid wissen
  • Wer bestimmt in der Wiedereingliederung die Arbeitszeiten?
  • Wie verhält sich die stufenweise Wiedereingliederung und Urlaub zueinander?

Scheitern der Wiedereingliederung

  • Wann gilt eine Wiedereingliederung als gescheitert und wann kann sie abgebrochen werden?
  • Wie geht es weiter, wenn man ausgesteuert wird?
  • Alternativen zum Hamburger Modell: medizinische und berufliche Rehabilitationsmaßnahmen
  • Erwerbsminderungsrente und alternative Rentenoptionen kennen

Handlungsoptionen der SBV ausloten

  • Langzeiterkrankte über die stufenweise Wiedereingliederung aufklären
  • Wiedereingliederungsplan kritisch prüfen und Verhältnis zu etwaigen Ersatzkräften klären
  • Vorgespräch zwischen dem Arbeitgeber und dem Betroffenen begleiten
  • Die einzelnen Stufen der Wiedereingliederung überwachen und zum Erfolg führen
  • Bei Überstunden und anderen kontraproduktiven Weisungen effektiv intervenieren

Seminarablauf

Erster Seminartag:

13:30 Uhr Empfang der Teilnehmer, Begrüßungskaffee und Snacks
14:00 Uhr Seminareröffnung, Begrüßung, Vorstellung etc.
15:30 Uhr Kaffee- / Tee-Pause *
18:00 Uhr Ende des ersten Seminartages

Weitere Seminartage:

09:00 Uhr Fortsetzung des Seminars
10:30 Uhr Kaffee- / Tee-Pause *
12:30 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Fortsetzung des Seminars
15:00 Uhr Kaffee- / Tee-Pause *
16:30 Uhr Ende des Seminartages / Freizeitprogramm am Abend

Letzter Seminartag:

09:00 Uhr Fortsetzung des Seminars
10:30 Uhr Kaffee- / Tee-Pause *
12:30 Uhr Mittagspause
          Ende des Seminars

* max. 20 Minuten

Hinweis: Kurzfristige Änderungen im Ablauf sind möglich.

Seminarpreise

Preise pro Teilnehmer:
bei 1 Teilnehmer: 1.596,00 €
bei 2 Teilnehmern aus einem Betrieb: 1.533,00 €
ab 3 Teilnehmern aus einem Betrieb: 1.485,00 €

Die Preise verstehen sich pro Teilnehmer eines BR-Gremiums zu einem Termin und sind exklusive MwSt. sowie Nebenkosten (z.B. Reisekosten, Übernachtung und Verpflegung).

Unsere Seminarangebote richten sich nur an Firmen bzw. gewerbliche Kunden.

Teilnehmerkreis

Dieses Seminar eignet sich für alle Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung und BR-Mitglieder, in deren Betrieben Langzeiterkrankungen ein Thema sind.

Schulungsanspruch

Das Seminar ist nach § 179 Abs. 4 SGB IX für die Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung erforderlich. Das Seminar ist auch für jeweils ein Mitglied des Betriebsrats erforderlich. Auch wenn die Vertrauensperson der (schwer-)behinderten Menschen selbst dem Betriebsrat als Mitglied angehört, ist es regelmäßig erforderlich, dass sich ein weiteres Betriebsratsmitglied Kenntnisse im Schwerbehindertenrecht aneignet (vgl. Hessischer Verwaltungsgerichtshof vom 15.11.1989 - HPV TL 2960/87 = DB 19990, 1243).

Ihre Referenten

Die W.A.F. setzt ausschließlich praxiserfahrene und langjährig tätige Fachjuristen, Fachanwälte für Arbeitsrecht sowie Experten für Arbeits- und Sozialrecht ein.

Hinweis: Falls unser Referent aus nicht vorhersehbaren Gründen (z. B. Krankheit) das geplante Seminar nicht wahrnehmen kann, behalten wir uns das Recht vor, einen anderen qualifizierten Fachkollegen einzusetzen.