Die Geschichte der W.A.F.

1983

Eine zündende Idee...

Rüdiger Marquardt, der selbst stellvertretender Betriebsratsvorsitzender war und keiner Gewerkschaft angehörte, merkte in seinem Amt schnell, dass die komplexe Materie aus Betriebsverfassungsgesetz und Mitbestimmung ohne entsprechende Schulungen kaum zu erfassen ist.

"Es muss doch einen Markt für Seminare zur Schulung von Betriebsräten auf unabhängiger Basis neben den Betriebsräten geben. Zumal der Arbeitgeber gemäß Betriebsverfassungsgesetz dazu verpflichtet ist, diese Schulungen zu genehmigen und vor allem zu bezahlen."

Daraufhin gründeten Rüdiger Marquardt (rechts) und Günter Gerhard (links) am 01. August 1983 die private Wirtschaftsakademie Feldafing e. V., kurz W.A.F.

Sensationeller Start

Das erste Schulungsthema, "Die Mitbestimmung des Betriebsrats bei der Einführung der EDV in den Betrieb", ist trotz überfüllter Hotels durch das Oktoberfest in München ein voller Erfolg.

1986

Ein Unternehmen gewinnt Kontur

In den folgenden Jahren wächst die W.A.F. kontinuierlich. 1986 besuchen 554 Teilnehmer die Seminare.

1988 wird der erste "große" Seminarkatalog verschickt. Für die Seminare werden freiberufliche Experten sowie Seminarleiter angeworben. Zu den Experten zählen vor allem Fachanwälte. Die Seminarleiter halten den Referenten schon damals den Rücken frei, begleiten die Veranstaltung und kümmern sich um die Kunden.

Die W.A.F. wächst und wächst

Schon in den 90er Jahren liegt für die W.A.F. bei der Ausarbeitung von Seminarangeboten ein besonderer Fokus auf Gesetzesänderungen und Spezialthemen.

Im Jahr 1993 erhöht sich die Auflage des W.A.F.-Katalogs auf 500.000 Stück, die gebündelt an die einzelnen Unternehmen geschickt werden. 1994 wird erstmals mit 2.038 Seminarteilnehmern die Zweitausendermarke übersprungen.

1997-2001

Wieder ein Umzug

1997 ist wieder einmal die Zeit für einen Umzug der Firma, die bisherigen Räume sind viel zu klein geworden.

Die Internetblase

Um die Jahrtausendwende gibt es den ersten Hype um das Internet. Im Zuge der "New Economy" werden viele Firmen gegründet, die viel Lärm erzeugen, aber wenig Substanz haben. Die "Old Economy" gilt als überholt, Einrichtungen wie Betriebsräte werden von vielen smarten Jungmanagern als spießig betrachtet.

Bei der W.A.F. erfasst man aber sehr schnell, dass das neue Medium Internet - abgesehen von der Internetblase - Zukunft hat und für das Marketing unerlässlich ist. Schon seit 1998 ist man mit einer eigenen Website präsent.

2002-2004

Der Katalog mit dem Loch

2002 sind es schon 6.598 Betriebsräte, die die W.A.F.-Seminare besuchen. Noch immer ist der Seminarkatalog die Hauptinformationsquelle für die Kunden. Daher hat man sich für die nächste Wahlperiode etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Der erste Katalog mit dem Alleinstellungsmerkmal, dem gestanzten Loch, war ein großer Erfolg, sodass fortan alle Kataloge mit dem Loch "für den besseren Durchblick" gestaltet wurden.

 

Zertifizierung? Als Erster!

Im Jahr 2004 lässt sich die W.A.F. durch die DEKRA nach DIN EN ISO 9001 zertifizieren. Das ist ein wesentlicher Schritt zur Qualitätssicherung. Alle Abläufe im Unternehmen werden nachvollziehbar dokumentiert. Die W.A.F. ist der erste Dienstleister in der Branche, der die Zertifizierung erhält und spielt wieder einmal den Vorreiter. Ein Jahr später erhält die Firma das TÜV-Siegel "Servicequalität und Kundenzufriedenheit".

2008-2009

Krise? Nicht bei uns!

Die große Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 mit einem Rückgang des deutschen Bruttoinlandprodukts von sechs Prozent geht an der W.A.F. fast spurlos vorüber. Vorstand Britting berichtet: "Wir haben das so gut wie nicht gemerkt. Das hängt ja auch mit unserer Branche zusammen, denn Betriebsräte sind ja gerade dann gefordert, wenn es den Betrieben schlecht geht. Und damals ging es den Betrieben schlecht." Die Produktentwicklung ist ansonsten ein stetiger Prozess. Bei der Konzeption des Seminarprogramms richtet die W.A.F. ständig den Blick auf den Gesetzgeber.

2013-2018

Für die Zukunft gerüstet

Die W.A.F. schult nun seit über 30 Jahren Betriebsräte, hat aber selbst keinen. Solange die Firma mit nur wenigen Mitarbeitern unterwegs war, war das verständlich. Doch 2013 hat man eine sehr respektable Größe erreicht. Auch die Referenten werden bei den Seminaren öfters gefragt, wie es bei der W.A.F. aussieht. Der Impuls zur Wahl eines Betriebsrats kommt nicht wie üblich aus der Belegschaft, sondern vom Management. Vorstand Peter Britting meint:

"Wir müssen das leben, was wir lehren."

So wird im März 2013 erstmals ein W.A.F.-Betriebsrat gewählt. Die Betriebsratsmitglieder durchlaufen selbst auch Schulungen bei der W.A.F., etwa die Grundlagenseminare und einige Spezialseminare. Die Einführung eines Betriebsrats erweist sich in der Folge als durchaus sinnvoll. Die Zusammenarbeit ist vertrauensvoll, zum Wohl der Arbeitnehmer und des Betriebes - so wie es das Betriebsverfassungsgesetz als Leitbild beschreibt. Es kommt zu mehreren Betriebsvereinbarungen, in denen die Persönlichkeits- und Datenschutzrechte der Mitarbeiter festgeschrieben werden.

Und wieder ein Umzug

Nach langen Jahren, in denen man zur Miete wohnte und bei jedem Umzug die Bürofläche in etwa verdoppelt, kann die W.A.F. am 13. Dezember 2013 erstmals ein eigenes Gebäude beziehen. Man hat lange gesucht, um den passenden Standort zu finden. Die neue Zentrale liegt in der Blumenstraße 3 im Tutzinger Ortsteil Kampberg in einem grünen Idyll.

In Kampberg stehen rund 3.500 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung, die sich auf einer einzigen Ebene finden, um die Kommunikation der einzelnen Abteilungen zu erleichtern. Geprägt wird der moderne Bau von viel Licht, einem großzügigen Zuschnitt, den Arbeitsinseln und Chefzimmern, deren Türen immer offen stehen.

Im Eingangsbereich begrüßt einen ein plätschernder Wasserlauf, ein Atrium vermittelt das Abiente eines trendigen Cafés. Hier findet sich auch eine Küche nebst lockeren Sitzgruppen und Kaffeetresen. Die Mitarbeiter können sich in der Küche ihr eigenes Essen zubereiten, im Sommer kann draußen gegrillt werden.

Webinare starten

"Die sechs fatalsten Fehler bei der Erstellung der Wählerliste" - unter diesem Thema startet 2013 das erste Webinar der W.A.F., das mit kostenlosen ersten 60 Minuten beginnt. Die Resonanz bei den Kunden ist sehr gut. Gesendet wird aus dem neuen Studio, das man in den Räumen des bisherigen Firmensitzes in Feldafing eingerichtet hat.

Es gilt auch, die Lehrinhalte an die besonderen Erfordernisse eines Webinars anzupassen. Anpassen müssen sich auch die Referenten, die damit ebenfalls Neuland betreten. Nach und nach kommt dieses Angebot in Gang und wird stetig erweitert, etwa durch Videos und webbasierte Trainings. Daneben gewinnen die Social-Media-Kanäle an Bedeutung. Über Facebook und YouTube werden Betriebsräte über das Seminarangebot, über Antworten zu häufigen Fragen in der Betriebsratspraxis und über Gesetzesänderungen informiert. Damit reagiert die W.A.F. auch auf den Generationswechsel bei den Betriebsräten - bei den jungen Kunden kommt das gut an. Jährlich werden über 500 kostenlose Ratgebervideos auf YouTube platziert, womit die W.A.F. wieder einmal den Vorreiter in der Branche spielt.

Ausgezeichnet

2017 zeichnet das Magazin "Focus Business" gemeinsam mit dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu.com die Top-Arbeitgeber im Mittelstand aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Unter den rund 1.000 Unternehmen belegt das W.A.F. Institut in der Gesamtwertung Platz 40. Im Bereich Bildung und Kultur wird die W.A.F. mit Platz 1 ausgezeichnet!

Focus Business - Top Arbeitgeber 2019

W.A.F. ist TOP-Arbeitgeber 2019

FOCUS Business zeichnet beste Arbeitgeber aus

Unter den 1.000 Unternehmen belegt die W.A.F. den
1. Platz im Bereich Bildung und im Gesamtranking
Platz 4.

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2018 - ein entscheidendes Jahr

Aus dem im Wohnzimmer gestarteten Pionierprojekt hat sich ein veritables, modern strukturiertes mittelständisches Unternehmen entwickelt. Die bis zu 2.000 Seminare für weit über 20.000 Betriebsräte jährlich werden an über 80 Standorten in Deutschland realisiert, wobei die W.A.F. auf viele freiberuflich tätige Experten zurückgreifen kann. Es sind Fachanwälte und Experten für Arbeitsrecht; bei Sonderthemen vermitteln Fachreferenten für Wirtschaft, Betriebswirte, EDV-Spezialisten sowie Trainer für Rhetorik und Kommunikation ihr Wissen. Unterstützt werden sie von erfahrenen Seminarleitern. Zusammen mit den Referenten ergibt sich ein Pool von rund 350 Spezialisten aus allen Fachgebieten.

2018 war ein entscheidendes Jahr. Die alle vier Jahre fälligen Betriebsratswahlen fanden wieder statt. Ein Viertel bis ein Drittel aller Betriebsräte wurde neu gewählt und hat Schulungsbedarf. An den Standorten Tutzing und Feldafing arbeiten im Jubiläumsjahr 48 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Tendenz steigend.

Günter Gerhard umreißt das gültige Credo des Unternehmens so:

"Wir stehen weder auf der Arbeitgeberseite noch auf der Seite der Gewerkschaften. Wir stehen ausschließlich auf der Seite der Betriebsräte - die meisten sind ja nicht freigestellt, sondern machen das ehrenamtlich. Wir wollen durch unser gesamtes Dienstleistungsangebot jedem einzelnen Betriebsrat in jeder einzelnen Firma helfen, den Job so gut wie möglich zu machen."